Äußerer Blitzschutz nach DIN EN 62305-3
Die DIN EN 62305-3 beschreibt die Anforderungen an ein Blitzschutzsystem. Dabei wird zwischen äußerem und innerem Blitzschutz unterschieden.
Eine äußere Blitzschutzanlage besteht aus drei Hauptkomponenten:
- Fangeinrichtungen
- Ableitungen
- Erdungsanlage
Die Fangeinrichtungen erfassen Blitze und leiten den Blitzstrom über die Ableitungen sicher zur Erdungsanlage. Dort wird der Strom kontrolliert im Boden verteilt, um Schäden am Gebäude sowie Gefahren für Personen zu vermeiden.
Der Abstand zwischen Fangeinrichtungen beziehungsweise Ableitungen und metallenen oder elektrischen Installationen der zu schützenden Anlage muss ausreichend groß sein, um gefährliche Überschläge zu verhindern. Solche Überschläge können zu Funkenbildung und in der Folge zu Bränden führen. Aus diesem Grund ist es wichtig, die erforderlichen Trennungsabstände bereits im Vorfeld fachgerecht zu berechnen.
Die Einhaltung des Trennungsabstandes verhindert gefährliche Überschläge zwischen geerdeten Teilen der Gebäudekonstruktion oder elektrischen Installationen und den blitzstromführenden Komponenten der Blitzschutzanlage, wie Fangeinrichtungen und Ableitungen.
Werden diese Abstände nicht eingehalten, können Funkenüberschläge entstehen, die Personen-, Sach- oder Brandschäden verursachen.